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Feuerwehr Remseck am Neckar leistete wirksame Katastrophenschutzhilfe im Flutgebiet

Remseck, 01.08.2021 – Im Rahmen der landesweiten Hilfe waren sechs Kräfte der Feuerwehr Remseck am Neckar als Teil des zweiten Hochwasserschutzzuges des Landkreises Ludwigsburg für drei Tage in Sinzig eingesetzt.

IMG 20210726 WA0047„Wir hatten das Ziel gesund zurückzukehren und es musste nach uns eine Verbesserung sichtbar sein“, so beschreibt die Remsecker Führungskraft Elmar Singvogel seine persönlichen Ziele für den Einsatz im Katastrophengebiet. Am 23. Juli wurde, nach erneutem Alarm durch die Kreisbrandmeisterstelle, der Gerätewagen Transport am Abend mit sechs technischen Pumpeinheiten aus dem Abrollbehälter Hochwasser und diversem Kleinmaterial beladen. Bereits am nächsten Morgen sammelten sich die Kräfte zusammen mit den Wehren Ludwigsburg, Oberstenfeld und Tamm zu einem Zug und traten die Fahrt zum zentralen Sammelpunkt der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal an. Von dort aus gab es den finalen Einsatzauftrag, die Kräfte in der Stadt Sinzig zu unterstützen. Die Einheiten aus Baden-Württemberg erhielten noch abschließend eine Lageeinweisung, Verpflegung und Schutzmaßnahmen zur Rückkehr und starteten dann ins Einsatzgebiet. Ein kurzer Stopp in der Grundschule Bad Breisig zum Entladen der persönlichen Gegenstände und Anlegen der Einsatzkleidung war dann der Auftakt zum Einsatz vor Ort.

20210726 123136000 iOSAuspumpen von Kellern war nicht die einzige Aufgabe der Kräfte. Der viele Unrat wurde kurzerhand gleich mit ins Freie gebracht. Der hohe Schlammanteil in den Kellerräumen machte es nötig, mit Frischwasser die leistungsstarken Pumpen zu unterstützen. Dies war aber nicht in gewohnter Form vorhanden, sondern musste durch die Kräfte in den Tanks der Löschfahrzeuge oder auch in Tankcontainern aus dem Nachbarort herbeigeführt würden. Eigentlich keine ungewöhnliche Aufgabe, wenn nicht sämtliche Brücken zerstört und nur im Schritttempo über die verbliebenden Fragmente der Straße gefahren werden konnte. Ergänzt wurde die Aufgabe nebenbei durch die Koordination der vielen freiwilligen Helfern, speziell am Wochenende.

Stück für Stück – Grundstück um Grundstück bearbeitet

Der Schutz der Umwelt war speziell an einer Einsatzstelle gefordert. Hier konnte am Ende auf 6000 Liter gesichertes Altöl geblickt werden, das in einem Kellerraum eines Industriebetriebs auch Tage nach dem schrecklichen Unwetter noch nicht abgepumpt worden war.

Übernachtet und verpflegt wurden die Kräfte in der Grundschule, welche glücklicherweise unversehrt und somit bestens geeignet für die vielen Helfern war. Auch die sanitäre Ausstattung konnte nach den anstrengenden Tagen genutzt werden.

Technische Hilfeleistung auf der einen Seite – ganz menschliche Unterstützung auf der anderen

20210725 154630212 iOS„Die Bewohner zeigten uns auf den Handys die schrecklichen Bilder und den Verlauf der Flut […] aber wir haben noch nie so oft an einem Tag das Wort Danke gehört“ – so fassen die anderen Floriansjünger ihre Eindrücke nochmals zusammen. Der Zusammenhalt im Ort ist beindruckend, wer irgendwie helfen kann, packt selbstverständlich mit an. So wurden kurzerhand defekte Reifen der Löschfahrzeuge repariert und den ganzen Tag über weitergearbeitet. An ein paar Einsatzstellen gab es selbstverständlich auch Aufgaben, für die dann Spezialkräfte angefordert wurden.    

Nach vier Tagen erfolgreichem, physisch und mental sehr anstrengendem Einsatz wurde die verbesserte Lage dann an die nachfolgenden Kräfte übergeben und die Rückreise angetreten. IMG 20210726 115154 779

   


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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 01/01/1970 - 01:00 Uhr